österreichische armee greift sich selbst an

1788 attackierte sich die österreichische Armee selbst und verlor bis zu 10.000 Mann

1788. Die österreichische Armee greift sich selbst an und verliert in der Schlacht von Karánsebes bis zu 10.000 Mann.

Wie konnte es dazu kommen? Wie dieser besonders tragische Vorfall von friendly fire genau zustande gekommen ist, wird unter Historikern kontrovers diskutiert, da die Aufzeichnungen dazu spärlich sind.

Es wird aber folgender Verlauf angenommen.

Natürlich war Alkohol im Spiel

Österreich befindet sich 1788 im Krieg mit den Ottomanen. In Rumänen suchen verschiedene Teile der österreichischen Armee nach ottomanischen Truppen.

Dabei treffen österreichische Husaren auf eine Gruppe Roma, denen sie mehrere Fässer Schnaps abkaufen. Als Infanteristen auf die angetrunkenen Husaren stoßen, wollen sie auch Party mache und verlangen nach Schnaps.

Doch die Husaren sehen überhaupt nicht ein, weshalb sie etwas von ihrem Alkohol abgeben sollten. Wie man das so macht, beginnen sie, eine Art Befestigungsanlage um die Fässer herum zu bauen.

Well, that escalated quickly

Die Infanteristen sind empört. Ein Streit bricht aus. Ein Infanterist schießt in die Luft. Und schon befinden sich österreichische Husaren und Infanteristen im Kampf miteinander.

Aus welchem Grund auch immer schreit irgendjemand „Türken! Türken!“, worauf die Husaren glauben, dass die Ottomanen angreifen. Sie fliehen, was auch alle anderen dazu bewegt, zu fliehen.

Es macht die Situation nicht besser, dass einige Kommandeure ihre Soldaten, die als Söldner aus aller Herren Länder stammen und teils des Deutschen nicht mächtig sind, mit „Halt! Halt“-Rufen Einhalt gebieten – der eine oder andere versteht „Allah! Allah!“. Die Stimmung kippt weiter.

Mittlerweile ist im gesamten österreichischen Heerlager Unruhe ausgebrochen. Und als die fliehenden Husaren durch das Lager reiten, glaubt ein Kommandeur, es sei ein Angriff der Ottomanen und befiehlt Artilleriebeschuss.

Der Rest der Truppen wacht auf. Wer nicht in Panik flieht, schießt auf alles, was sich bewegt.

Zwei Tage später erreicht das ottomanische Heer die Stadt. Sie finden bis zu 10.000 tote oder verwundete österreichische Soldaten vor und erobern die Stadt, ohne eine Kugel abgefeuert zu haben.

Es stellt sich die Frage, ob die Redewendung „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ von diesem Vorfall stammt.

Historische Genauigkeit

Unbestritten ist, dass es 1788 rund um die Schlacht um diese Stadt zu einem Vorfall dieser Art kam. Allerdings schwanken die Berichte in Bezug auf Ausmaß und Verluste.

Vor allem die österreichische Hofberichterstattung spielt Tragweite und Opferzahlen herunter – verständlich, da die Geschichte kein besonders gutes Licht auf die österreichische Armee wirft.

Die hier wiedergegebene Geschichte bezieht sich auf den Konsens einiger Historiker.

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2 Comments +

  1. „Keine Satire, keine Fake-News“
    „Die hier wiedergegebene Geschichte bezieht sich auf den Konsens einiger Historiker“

    Na zum Glück gibt es keine Quell-Angaben, wer diese „einige Historiker“ sind. Und in welchem Journal sie mit welchen Beweisen ihre Geschichte niedergeschrieben haben.

    Sogar de.wikipedia.org näher an der Realität als dieser Artikel. Was viel heißt.

    1. Diese Geschichte ist in der Tat unter Historikern umstritten, was man dem Wikipedia-Artikel ja auch entnehmen kann – du hast aber recht, dass die Stelle ohne entsprechende Quelle unglücklich ist. Werde ich entsprechend überarbeiten. Dennoch handelt es sich bei diesem Text weder um Fake News noch Satire, sondern höchstens um eine Ungenauigkeit. Dass du das nicht gut findest, respektiere ich natürlich. Danke für deinen Kommentar!

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