Studie: Kannibalismus lohnt nicht, weil Menschenfleisch zu wenig Kalorien hat

Warum essen wir Tiere, aber Menschen nicht? Während ich diese Frage in einem Text aus einem satirischen Blickwinkel betrachtet habe, hat sich eine wissenschaftliche Studie seriös mit dem Thema beschäftigt.

Hintergrund sind sowohl archäologische Funde, die auf kannibalistische Vorfälle hinweisen, als auch Naturvölker, deren Hauptmahlzeit aus Menschen besteht.

Kannibalismus mit Mensch auf dem Speiseplan nicht effizient

Letztlich gibt es zwei sehr einleuchtende Gründe, weshalb sich Kannibalismus unter Menschen nie durchgesetzt hat:

  1. Risiko und Nutzen, einen gleichwertigen Jäger zu jagen und zu erlegen, stehen in keinem Verhältnis.
  2. Menschenfleisch hat zu wenig Kalorien

Der menschliche Körper eines durchschnittlichen Erwachsenen hat zwar mit knapp 126.000 Kalorien genug, um 60 Menschen einen Tag lang zu ernähren; aber verglichen mit anderen Säugetieren, die zu Lebzeiten ausgestorbener menschlicher Vorfahren herumwanderten, verblasst der menschliche Kalorienhaushalt: Ein Mammuth zum Beispiel besaß 3,6 Millionen Kalorien, ein Auerochs nahe zu eine Million.

Kannibalismus Mensch
Cole, J. Assessing the calorific significance of episodes for human cannibalism in the Palaeolithic. Sci. Rep. 7, 44707; doi: 10.1038/srep44707 (2017) (Quelle / Source

Reine Vernunftsentscheidung

Die Studie schließt: Kannibalistische Funde sind eher auf Hungersnöte zurückzuführen oder den Wunsch, einen guten menschlichen Körper, der an einer natürlichen Ursache gestorben war, nicht zu verschwenden.

In den meisten Fällen aber hatte Kannibalismus keine ernährungstechnische Gründe, sondern war Teil von Ritualen, wie bei einem Sieg über den „hoffentlich schmackhaften“ Feind.

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