Frau heiratet Geist

Frau heiratet Geist eines Piraten, der im 18. Jahrhundert hingerichtet wurde

Frau heiratet Geist – bei solch einer Schlagzeile weiß man nicht mit Sicherheit, ob man sich grad über die Schrulligkeit eines Menschen amüsiert oder die schwere Psychose eines Menschen verhöhnt. Letzteres wäre auf keinen Fall meine Intention.

Aber angesichts der Tatsache, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung an Sternzeichen glaubt und Zuckerkügelchen für Medizin hält und einen unsichtbaren Mann im Himmel anbetet, ist das Eingehen einer Ehe mit einem Gespenst auch nichts weiter als das ganz alltäglich Irre.

„Gewissermaßen“, beginnt der Bericht von Metro.co.uk, „ist die Beziehung der 45jährigen zu ihrem Ehemann Jack recht normal. Sie gehen zusammen aus, streiten sich und haben ein gesundes Sex-Leben.“

Wie gesagt: Jack ist ein Geist. Der Frau zu Folge ist er ein Pirat, der im 18. Jahrhundert für seine Verbrechen hingerichtet wurde. Angeblich beeinträchtigt dieser Umstand die Beziehung keineswegs.

Was die beiden vor allem verbindet, ist die Piraten-Thematik. Die Frau nämlich ist eine Jack-Sparrow-Imitatorin. Naheliegend, dass der Geist eines Piraten sich von ihr verstanden fühlt.

Anfangs habe sie es auch befremdlich gefunden, einen Geist zu daten.

„Ich recherchierte“, erzählt sie dem Online-Magazin, „und entdeckte, dass Beziehungen zu Geistern eine echte Sache sind [Erzähler: „Sind sie nicht“] und sehr viele Menschen solche Beziehungen haben, aber nicht viele darüber reden.“

Hm, ich frage mich warum.

Und falls du dachtest, dass die Geschichte, dass eine Frau einen Geist heiratet, bis hierher verrückt war, wirst du positiv erstaunt sein, zu erfahren, dass es alles noch viel bescheuerter geht:

  • Es war Jack (der Geist), der ihr einen Antrag machte
  • Sie bestand auf eine Hochzeit, weil sie nicht ganz so cool war mit der Vorstellung, nur casual sex mit ihrem Geist-Boyfriend zu haben
  • Sie heirateten in internationalen Gewässern, weil es dort legal ist, einen Geist zu heiraten [Anm. d. Red.:  was ist dein Problem, internationale Gewässer]
  • Familie und Freunde [Anm. d. Red.: jene der Frau] waren anwesend
  • Ein Medium sagte im Namen von Jack „Ja, ich will!“
  • Damit der Platz neben der Frau bei der Trauung nicht so leer war, stellte man dort eine Piratenfahne hin

Und so weiter und so fort. Natürlich bleibt die noch die Frage, wie denn der Sex mit einem Geist ist. Rate mal:

Nicht viel anders als mit einem lebenden Menschen, nur besser halt.

Der einzige Unterschied ist“, sagt die Frau, „dass das Gefühl der Berührung offensichtlich viel eindringlicher ist.“

Offensichtlich.

„Du kannst buchstäblich fühlen, was der Geist mit dir macht, und der Geist spürt es auch.“

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